Michael Arndt
Malerei - Druckgrafik




Seit rund zwanzig Jahren arbeite ich künstlerisch – autodidaktisch begonnen und kontinuierlich vertieft durch Weiterbildungen an Akademien wie Bad Reichenhall, Augsburg sowie am Alanus Werkhaus der Alanus Hochschule in Alfter. Die Verbindung aus freier, intuitiver Praxis und einer bewussten Auseinandersetzung mit Material, Struktur und Bildraum prägt meine heutige Arbeit.


In meiner Malerei und Druckgrafik – insbesondere in der Öl-, Acryl- und Aquarellmalerei sowie in der Radierung – arbeite ich abstrakt und expressiv. Der Bildprozess ist geprägt von Schichtung, Verdichtung und Freilegung. Farbe wird bewegt, verschoben, teilweise wieder abgetragen. Auf diese Weise versuche ich, Energie und Emotion im Bild zu bündeln und sie auf den Betrachter zu übertragen – nicht als erzählerische Aussage, sondern als unmittelbare, körperlich erfahrbare Präsenz.


Zentrale Motive meiner Arbeit sind Felsen und Steine, aber auch ursprüngliche Landschaften. Sie erscheinen nicht als gegenständliche Darstellungen, sondern als tektonische Bildräume, Farbfelder und strukturierte Schichten. Diese Formen stehen für Beständigkeit und Dauer, zugleich für Veränderung, Erosion und innere Bewegung. Die Bilder oszillieren zwischen Ruhe und Spannung, zwischen Stabilität und Auflösung.


Ein weiterer Schwerpunkt ist meine Auseinandersetzung mit archaischen Symbolen. Aus meinem Interesse an archäologischen Fragestellungen heraus untersuche ich frühe Zeichen, Setzungen und Spuren menschlicher Präsenz. Linien, Fragmente und zeichenhafte Elemente tauchen in meinen Arbeiten auf wie Erinnerungsreste – nicht lesbar im narrativen Sinn, sondern als Verdichtungen kollektiver Erfahrung. Sie verweisen auf Anfänge von Ordnung, Orientierung und Bedeutung.


Meine Kunst verstehe ich als Dialog zwischen Augenblick und Ewigkeit. Sie lädt dazu ein, innezuhalten, Schichten zu erkunden und Strukturen zu erspüren. Im Zusammenspiel von Farbe, Form und Zeichen entsteht ein Raum, in dem Zeit nicht abgebildet, sondern spürbar wird – als Resonanz zwischen Bild und Betrachtung.