Seit rund zwanzig Jahren arbeite ich künstlerisch – autodidaktisch begonnen und kontinuierlich vertieft durch Weiterbildungen an Akademien wie Bad Reichenhall, Augsburg sowie am Alanus Werkhaus der Alanus Hochschule in Alfter. Die Verbindung aus freier, intuitiver Praxis und einer bewussten Auseinandersetzung mit Material, Struktur und Bildraum prägt meine heutige Arbeit.
In meiner Malerei und Druckgrafik – insbesondere in der Öl-, Acryl- und Aquarellmalerei sowie in der Radierung – arbeite ich abstrakt und expressiv. Der Bildprozess ist geprägt von Schichtung, Verdichtung und Freilegung. Farbe wird bewegt, verschoben, teilweise wieder abgetragen. Auf diese Weise bündle ich, Energie und Emotion im Bild – nicht als erzählerische Aussage, sondern als unmittelbare, körperlich erfahrbare Präsenz.
Zentrale Motive meiner Arbeit sind archaische Zeichensetzungen, aber auch ursprüngliche Landschaften. Sie erscheinen nicht unbedingt als gegenständliche Darstellungen, sondern als tektonische Bildräume, Farbfelder und strukturierte Schichten. Diese Formen stehen für Beständigkeit und Dauer, zugleich aber auch für Veränderung, Erosion und innere Bewegung. Die Bilder oszillieren zwischen Ruhe und Spannung, zwischen Stabilität und Auflösung.
Meine Kunst verstehe ich als Dialog zwischen Augenblick und Ewigkeit. Sie lädt dazu ein, innezuhalten, Schichten zu erkunden und Strukturen zu erspüren. Im Zusammenspiel von Farbe, Form und Zeichen entsteht ein Raum, in dem Zeit nicht abgebildet, sondern spürbar wird – als Resonanz zwischen Bild und Betrachtung.







